Buchstart mit Apfel


«Der Apfel rollt und rollt…» von Taro Miura, Minedition, 2026, 978-3-03934-258-7

Das neue Buch von Taro Miura, japanischer Illustrator, der aufgrund von wiederholter Einladung an die Kinderbuchmesse in Bologna weltweite Aufmerksamkeit erlangte, eignet sich hervorragend für einen Buchstart. Ausserdem befindet sich dieses Buch auch auf den Buchstart Tipps 2026.

Mit seinen klaren und einfachen Formen und den satten Farben lädt dieses Pappbilderbuch ein, verschiedene Tiere kennenzulernen und durch die Lautbeschreibung dass Rollen, dass Poltern, das Kullern und Hopsen des Apfels gleich verspielt mitzumachen.

Einem Elementarbuch gleich, findet sich auf jeder Doppelseite ein Tier, über welches der Apfel den Weg bis hin zum Kind findet.

Am Apfelbaum hängen viele rote Äpfel, einer davon ist laminiert und mit doppelseitigem Malerklebeband versehen. Ein auf einem Spiesslistick befestigter Korken bildet das Gegenstück zum laminierten Apfel. Damit lässt sich der Apfel nun spielerisch leicht über die Rücken der Tiere rollen und am Ende jedes Tieres auf den jeweiligen Popo befestigen.

Jedes Tier bringt nun einen passenden Vers mit.

Elefant, -fant, -fant,
kommt gerannt, -rannt, -rannt,
mit dem langen, langen, langen, langen Rüssel.
Wollte raus, raus, raus,
aus dem Haus, Haus, Haus,
aber hatte leider keinen Schlüssel
(tradiert
)

Auf der zweiten Seite steht die Giraffe hinter dem Elefanten, auch über ihren langen Hals kullert der Apfel bis zum nächsten Tier in der Reihe.

Füf chlini Affe spieled uf Giraffe
klettered ganz ufe und rutsched denn ab,
Oups, eine stürzt ab,
Tschüss chline Aff, seid em d’Giraff.

Vier, drü, zwoi chlini Affe spieled uf Giraffe, etc,

Ein chline Aff spield uf de Giraff
klettered ganz ufe und rutschd denn grad ab.
Er fühlt sich aber chli allei
und gaht drum zu de andere hei.
(tradiert
)

Hinter der Giraffe steht das Nilpferd, hungrig und mit einem riesigen Maul. Mal sehen, ob es in den Genuss des Apfels kommt.

Das Nilpferd hat
ein gewaltiges Maul
und ist auch ungeheuer faul.
Reisst es dann mal auf den Schlund,
kann man sehen bis zum Grund.
Klappt es wieder zu,
und macht ‘puh’,
so schläft es schön in aller Ruh.
(tradiert)

Das Kamel folgt gleich auf das Nilpferd und hätte mit seinen zwei Höckern die optimale Auffangvorrichtung, doch nein, der Apfel springt wie über eine Schanze weiter zum nächsten Tier.

S’Kamel, das riited durch de Sand,
im ne ferne, ferne Land.
Du schauklisch hi, du schauklisch her,
i dem grosse, grosse Wüeschtemeer.
Jetzt fangt das Kamel zum Renne ah,
Du chasch Di fascht nüm halte dra.
Pass uf, pass uf, du fallsch jetzt gli,
doch lueg de Sand isch warm und fii.
(tradiert
)

Der Apfel kullert, holpert, poltert, hopst und springt und rollt unermüdlich weiter über die unterschiedlichen Rücken, Felle, Muster und Federn. Als nächstes landet der Apfel auf der rosaroten Federpracht des Flamingos und auch hier gleitet er dem langen Hals entlang den Rücken bis zum Popo hinab.

Alli mini Fingerli
wend hüt rosa Flamingos si.
Sie flüged höch,
sie flüged nieder
sie flüged furt,
sie chömmed wieder,
sie baued sich
am Teich es Näscht,
und schlafed dört
ganz tüf und fest.
(tradiert)

Von der Schwanzfeder des Flamingos springt der Apfel weiter zum Affen und kullert in seine Hand.

Föif Affe, sitzed uf nem Baum,
die sind so frech, mer glaubt’s kaum.
Die rüefed immer, hallo Krokodil,
du kriegsch Eus nöd, mir sind nöd blöd.
Da chunnt s’grosse Krokodil und … schnapp

Vier Affe … usw.

Kein Aff sitzt meh uf em Baum, Mmmmmmh
Da chunnt s’grosse Krokodil
und macht ha ha ha Hatschi!
Föif Affe, die recked sich und strecked sich uf em Baum,
s’isch nämli alles nume gsi en böse Traum.

(tradiert)

Aber leider ist der Affe nicht schnell genug um zuzugreifen und schon landet der Apfel auf dem Kopf des Krokodils und rattert über dessen zackigen Rücken.

Dä gaht uf Afrika,
dä luegt em trurig nah,
dä seit Adee, Adee,
dä seit uf Wiederseh,
und dä Chlii seit, pass uf, im Nil,
häts ganz vieli Krokodil!
Papi-Krokodil, Mami-Krokodil,
Chindli-Krokodil, Baby-Krokodil
und Grosspapi-Krokodil/Grossmami-Krokodil.

Von der hinterletzten Schwanzschuppe des Krokodils hüpft der Apfel direkt in den Schoss des Kindes. Hier kann der laminierte Apfel nun angeklebt werden. Und weil nun sicher alle wahnsinnig «gluschtig» auf einen Apfel sind, darf jedes Kind ein trockenes Apfelringli abholen.

Öpfel-, Öpfelstückli,
alli Chind sind glückli,
alli Chind sind froh,
und mached alli so…

Simone König Hauenstein