Spielereien
Die folgenden zwei Spielmöglichkeiten sind ideale Begleiter für den Bibliotheksalltag: Sie lassen sich wunderbar variieren, kommen ohne grossen Vorbereitungsaufwand aus und bringen eine Portion Spass mit sich. Ich setze diese Impulse besonders gerne bei Schulklassen oder älteren Kindern ein, doch auch in der Arbeit mit Erwachsenen funktionieren sie hervorragend als lebendiger Türöffner
Postkartensammlung

Inzwischen ist meine Sammlung an Postkarten rund um die Welt der Bücher und des Lesens beachtlich gewachsen. Ich ergänze sie laufend mit neuen Fundstücken, auch wenn Motive mit lesenden Männern leider noch immer eine Seltenheit sind.
Diese Postkarten werden ausgelegt und alle suchen eine aus, welche sie gerade anspricht. Anschliessend tauschen sie sich kurz darüber aus. Was hat mich angesprochen? Wo ist mein Lieblingsleseort? Welche Bücher lese ich gerne… das ist ein wunderbarer Einstieg in Geschichten, in eine Lektion in der Bibliothek oder auch eine kleine Kennenlernrunde.
Bücherdomino

Jedes Kind bringt ein selbst gewähltes Buch in den Sitzkreis. Ausgehend von einem Startbuch in der Mitte entsteht eine kreative Kette, an die nacheinander angelegt wird. Die Herausforderung besteht darin, eine originelle Verbindung zum vorherigen Buch zu formulieren – sei es durch optische Ähnlichkeiten auf dem Cover, denselben Verlag oder fantasievolle inhaltliche Gemeinsamkeiten. Da jede Begründung nur einmal verwendet werden darf, entwickeln die Teilnehmenden einen geschärften Blick für Details und beweisen viel Humor beim Verknüpfen ihrer Schätze.
Ob als inspirierender Einstieg in ein neues Thema oder als lockere Entscheidungshilfe für die Ausleihe: Das gemeinsame Betrachten und Argumentieren fördert die Sprachkompetenz und macht die Vielfalt der Bücherwelt unmittelbar greifbar.
Viel Spass beim Ausprobieren!
Sibylle Künzle
