Erinnerung aus unserer Kindheit – Bildwelten und Bücher

11. May 2026


Nachdem wir an der GV im März ermuntert wurden, etwas für die Homepage zur Rubrik «Erinnerung an unsere Kindheit» beizusteuern, fing ich schon auf der Rückreise an, in meinen Erinnerungen zu kramen.

Ehrlich gesagt, musste ich bis in die hinterste Ecke meiner Kindheitserinnerungen kramen, bis sie wieder auftauchen: Jens und Michel auf dem Bauernhof / feiern Weihnachten / im Zirkus. Ich habe diese Bücher sooooo geliebt.

Mit vielen Fotos bestückt, dokumentieren die Bücher (Reinbeker Carlsen Verlag) die Erlebnisse der dreijährigen dänischen Zwillinge Jens und Michel. Mit wenig Text erfährt man, was sie erleben und laden einen geradezu ein, mitzugehen, mitzusehen, mitzuerleben.

Immer wieder habe ich «Jens und Michel» ausgeliehen und sie eifrig in der roten Holzkiste in der noch kleinen Stadtbibliothek gesucht. Ich denke, das war etwa 1973 und ich 7-jährig; ich meine mich auch zu erinnern, wie ich mit dem Zeigefinger dem Text Wort für Wort folgte, um besser lesen zu können und zu erfassen, was da alles geschrieben steht.

Noch heute wird mir warm ums Herz, wenn ich die Fotos betrachte und bin erstaunt und gleichzeitig dankbar, wie intensiv Bilder und Geschichten uns prägen und bereichern. Ein wertvoller und wichtiger Schatz in uns allen!

Was ist das Geheimnis guter Bilderbücher? Ist es die harmonische Einheit? Ausdruckstarke Illustrationen? Wenig, aber guter Text? Das Aufgreifen der kindlichen Lebenswelt? Identifikationsfiguren?

Ich mag mich erinnern, dass ich mir auch Zwillinge als jüngere Geschwister wünschte. Ich hätte ihnen dann, genau wie im Buch, die Welt gezeigt. Ich wäre eine grossartige grosse Schwester gewesen! 😉

Lasst uns nicht aufhören, Kindern Geschichten zu erzählen! Sie werden sich daran erinnern!

Herzlichst,
Angela Piller

Hier noch ein paar Versli zu Geschwister und Familie:

Familiezmorge:
De sitzt still und froh am Tisch,
de bringt Weggli, herrli frisch,
de schänkt Milch und Kafi i
de tuet no chli Zucker dri,
de seit: lass no es bitzeli stah,
s’Büsi mues au Zmorge ha.

Familiesach:
Das isch de Papi, lieb und guet.
Das isch s’Mami mit em frohe Muet.
Das isch de Brüeder, schlank und gross
Das isch d’Schwöschter mit em Bäbi ufem Schoss.
Und das isch s’chlinschte Chindeli,
das macht grad jetzt i d’Windeli. (Nase zuhalten)

Bettgschicht:
rechte Hand:
Das isch s Nanettli,
das isch s Babettli
das isch s Jeanettli,
das isch s Josettli,
das isch s Zusettli.
Die füf liget alli im Bettli.

linke Hand:
Das sich de Köbeli,
das isch de Röbeli,
das isch de Hansli,
das isch de Franzli,
und jetzt chunnt de Fritz
und zupft d’Meitli am Nasespitz.
(Fingerspitze der re Hand zupfen)

Mal-Vers:
Das isch e grossi Acht!
Wie schnell ist doch en
Brüeder/Schwöschter gmacht!
(rythm. zeichnen)