Erinnerung aus unserer Kindheit – Bildwelten und Bücher
Wenn ich über Bücher aus meiner Kindheit nachdenke, kommt mir sofort ein Buch in den Sinn, und ich werde unmittelbar in mein altes Kinderzimmer katapultiert…

Auf dem rückseitigen Buchdeckel ist zu lesen:
Natürlich weißt du, wer Pünkelchen ist. Weißt du es nicht? Dann muss ich dir das eben erst erzählen. Pünkelchen ist ein ganz, ganz kleines Männchen und ist auch ganz, ganz alt, so alt, dass es selbst nicht mehr weiß, wie alt es ist. Pünkelchen wohnt in einem großen Haus in der Stadt, vielleicht sogar in deinem. Pünkelchen kann mit allen Tieren sprechen und es weiß auch, was sie ihm sagen. Aber vor den Menschen hat Pünkelchen stets ein bisschen Angst, und darum sehen ihn die Menschen auch nicht. Doch was Pünkelchen alles erlebt, das kannst du in diesem schönen Buch lesen!
Dieser Klappentext regt doch grad das Interesse an, finde ich.
Ich habe das Buch «Pünkelchens Abenteuer» von Dick Laan geliebt! Abends ist mir von meinen Eltern regelmässig daraus vorgelesen worden. Als ich lesen konnte, habe ich dann diese Geschichten selbst immer wieder hervorgeholt. Manchmal bin ich abends heimlich aus dem Bett aufgestanden und habe, im Pyjama am Schreibtisch sitzend, Pünkelchen gemalt.
«Kleines Männchen, kleiner Wicht, dich vergisst man wirklich nicht», das kann ich voller Überzeugung schreiben.

Mit ChatGPT habe ich noch folgendes herausgefunden:
Das Kinderbuch „Pünkelchen“ (niederländisch Pinkeltje) von Dick Laan wurde 1939 erstmals veröffentlicht. Das erste Buch der Reihe hieß „De avonturen van Pinkeltje“ (Die Abenteuer von Pinkeltje). Die deutsche Ausgabe von Dick Laans Buch «Pünkelchens Abenteuer» erschien 1955 zum ersten Mal. Sie wurde im Herold-Verlag in Stuttgart veröffentlicht und von Lise Gast ins Deutsche nacherzählt bzw. übersetzt. Insgesamt erschienen 29 Bücher der Reihe zwischen 1939 und 1977.
Mich haben die Geschichten immer so angesprochen, weil das winzige Männchen, das nur so gross wie ein kleiner Finger ist, Abenteuer mit Tieren und anderen kleinen Gestalten erlebt. Er gerät oft in spannende oder lustige Situationen und steht für Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft.
Bei der Beschreibung der Familie, in der Pünkelchen wohnt, merkt man das alte Rollenbild, welches aus heutiger Sicht nicht mehr aktuell ist. Ob weitere Bereiche auch so veraltet sind, werde ich demnächst herausfinden, denn zum Schreiben dieses Schnipsels habe ich «Pünkelchen» aus dem Keller geholt und Ihr dürft jetzt dreimal raten, was ich nun nach langer Zeit wieder einmal lesen werde….
Annette Omachen
