Sommerspecial: Wir verreisen mit dem Fahrrad

Weiter geht unsere Reise mit dem Fahrrad:
Hött simmer mit em Velo do-o
Mer tramped ond stramplet ganz schnäll devo.
Hött simmer mit em Velo do
Es röttlet ond schöttlet eso:Mol ufe, mol abe, mol links, mol rächts,
mol vöre, mol hindere, mol links, mol rächts,
mol ufe, mol abe, mol links, mol rächts,
mol vöre, mol hind’re ond PLATSCH! (durch die Pfütze)Kniereiter-Lied | Text: Sandra Hirt, Melodie: überliefert «Es Buurebüebli»
Ich mag es, bekannte, überlieferte Liedmelodien mit neu gedichteten Texten zu kombinieren und so für meine Veranstaltung passend zu machen. Das obige Lied zur Melodie “Es Buurebüebli mahni nid, das gseht mer mir doch a, juhe! …» wird mit dem Fahrradthema zum Kniereiter-Lied. Das Kind sitzt auf den Knien seines Erwachsenen und wird geschaukelt und geruckelt. Der zweite Teil des Liedes gibt die Bewegungen klar an – und kann wilder oder auch weniger wild ausgeführt werden. Bei «Platsch!» wird das Kind nach hinten unten gekippt.
Ein weiteres Värsli passt wunderbar für eine Velofahrt über den Wickeltisch, auf dem Sofa oder am Boden sitzend und liegend.

De Globi goht go Velofahre
mit sim alte Tschätterchare
Ui, s Velo kracht,
ond de Globi lacht!Kontaktvers, Kitzelvers, Wickeltischvers, Bewegungsvers | überliefert
Das Kind liegt auf dem Rücken, die erwachsene Person hält es an den Fussgelenken und imitiert das Velofahren – d.h., die Beine des Kindes werden im Rhythmus des Verses gestrampelt. Dabei kann man variieren und mal schnell, mal gemütlich Velofahren. Beim Wort «kracht», werden die Beinchen fallen gelassen. Damit sind die Hände frei, um das Kind während der letzten Verszeile gut durchzukitzeln.
Und nicht vergessen, das Fahrrad ist jetzt kaputt! Da nehmen wir imaginär den Schraubenzieher und weiteres Werkzeug und flicken an Nase, Gelenken, Bauch etc. des Kindes, bevor die wilde Strampelfahrt erneut losgeht.
Für grössere Kinder eignet sich auch die Tandemfahrt. Das Kind und die erwachsene Person liegen sich gegenüber, beide auf dem Rücken mit angewinkelten Beinen und ihre Fussflächen berühren sich.
Tatsächlich unterwegs auf dem Velo könnten die Kinder und die Erwachsenen reihum bestimmen, wann und wo die nächste Pause stattfinden soll. Und ich staune jedes Mal: Auch wenn die kurzen Beine kaum mehr mögen, erholen sich Kinder und laden ihre Energie wieder auf beim Spielen, Herumtollen und -rennen (!) auf einem tollen Spielplatz oder im Wald.
Viel Freude beim Velofahren wünscht
Sandra Hirt

