Der Hase macht Winterschlaf

Adventskalender
14.12.2020

Der Hase macht Winterschlaf

In der Stadt herrscht ein emsiges Treiben: bei Armin in der Buchhandlung suchen Mensch und Tier nach passender Lektüre für gemütliche Weihnachtstage, Olga hat ihren Kiosk feierlich dekoriert und es duftet überall fein nach Guetsli und Punsch.

Tief im Wald, versteckt hinter der Lichtung, vorbei am Spatzennest und am Dachsbau, da ist von Vorweihnachtsstimmung und emsigem Treiben nichts zu spüren. Es ist mucksmäusschenstill.
Auch wir müssen jetzt ganz leise sein, denn wir besuchen heute den Hasen in seinem Zuhause.
Und der Hase schläft tief und fest. Er macht Winterschlaf.

Winterschlaf?, denkt ihr jetzt vielleicht. Hasen machen doch keinen Winterschlaf!

Das stimmt natürlich, normalerweise bleiben Hasen im Winter wach.
Wenn ihr wissen wollt, warum dieser Hase hier trotzdem tief und fest schläft, dann müssen wir ein bisschen zurückschauen in den Herbst. Denn dort hat diese Geschichte angefangen.
Und zwar an dem Tag, als der kleine Hase wie jeden Morgen zur grossen Lichtung gerannt ist, um mit seinen Freunden zu spielen. Doch niemand war da, kein anderes Tier!

Als der Hase dann beim Bären und beim Igel geklopft hat, um sie abzuholen, hat er erfahren, weshalb sie nicht spielen gekommen sind. Sie mussten sich auf den Winterschlaf vorbereiten: putzen, Vorräte sammeln, die Bettdecken ausschütteln…. Von Winterschlaf hatte der Hase noch nie gehört und er konnte sich auch nicht vorstellen, dass man einen ganzen Winter lang einfach nur schlafen kann. Das muss doch total langweilig sein!

Doch so ganz ohne Freunde war es ihm so langweilig, dass er beschlossen hat, selbst einen Winterschlaf zu machen.
Doch das mit dem Einschlafen hat zuerst überhaupt nicht geklappt! Der Hase wälzte sich hin und her, zog sich die Decke über den Kopf, legte sich verkehrt herum ins Bett, alles vergebens. Auch mit Schäfchen zählen hat er es probiert- auch das hat nicht geklappt.
Was macht ihr, wenn ihr nicht einschlafen könnt? Hättet ihr einen guten Tipp für den Hasen gewusst?
Irgendwann, als er schon fast aufgeben wollte, sind ihm dann doch noch die Augen zugefallen und er hat ist in einen tiefen Schlaf gesunken.
Und während er von warmen Sommertagen und von seinen Freunden Igel, Bär, Dachs und der Maus träumt, merkt er gar nicht, dass es draussen ganz leise angefangen hat zu schneien….
Wenn ihr wissen wollt, wie es dem Hasen weiter ergangen ist und ob er tatsächlich den ganzen Winter lang geschlafen hat, dann findet ihr die Antwort im Buch «Der Hase hält Winterschlaf.»

Und damit es auch bei euch ein bisschen Schnee hat an Weihnachten, basteln wir uns heute ein schönes Schächtelchen und sammeln darin ein bisschen selbstgemachten Schnee.
Den könnt ihr überall hin mitnehmen, egal wo ihr dieses Jahr Weihnachten feiert.

Anleitung für eine Winterschachtel mit selbstgemachten Schneeflocken


Material:
- 2 Bogen farbiges Papier, quadratisch
- Weisses Papier für Schneeflocken
- Schneeflocken-Stanzer
Und so geht’s:
Deckel:
1. Das Papier von beiden Seiten in der Mitte falten und wieder öffnen2. Alle vier Ecken in die Mitte falten3. Jetzt zuerst die obere und die untere, danach die rechte und linke Kante in die Mitte falten und wieder aufklappen4. Jetzt die rechte und die linke Ecke wieder nach aussen klappen und die obere und untere Kante nach oben klappen5. Nun muss der Rand an der linken und rechten Seite so nach oben gefaltet werden, dass man jeweils die Faltkanten nach innen klappen und die Spitze drüber klappen kann6. Wenn man das auf beiden Seiten sorgfältig gemacht hat (es braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl und Geduld), ist der Deckel schon fertig.7. Für den Boden der Schachtel vom zweiten Bogen des farbigen Papiers rundherum 5mm abschneiden und dann genau gleich falten

8. Zum Schluss jetzt noch mit dem Stanzer Schneeflocken aus dem weissen Papier stanzen und in die selbstgemachte Schachtel legen- fertig ist der Schnee zum Mitnehmen!

Marion Arnold
Lese- und Literaturpädagogin BvL

Buch: Der Hase hält Winterschlaf
Text: Marion Arnold
Ilustrationen: Tina Küenzi
Verlag: Baeschlin, 2018